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Clubhouse – Marketingtool oder Zeitverschwendung?

Ganze 20 Stunden habe ich in den letzten 3 Tagen auf Clubhouse verbracht. Was man sonst nur von Netflix-Serien-Marathons oder aneinander gereihten Zoom-Meetings kennt. Ich habe lange nicht mehr so viel Zeit auf einer Plattform verbracht, wie in den letzten Tagen. Von Gesprächen über Startups, Marketing oder fehlende Diversity – alles war dabei. Doch was ist Clubhouse eigentlich und was steckt hinter der meist „gehypeten“ App der Stunde?

Was ist Clubhouse eigentlich?

Clubhouse ist eine Voice-Only Social Media Plattform, in welche User sich in virtuellen Räumen zu verschiedensten Themen austauschen können. Moderatoren können Zuhörer als Speaker auf die Bühne holen und sie zum Diskurs einladen. Das Ganze hat jedoch zunächst 2 Haken – nein es verbirgt sich kein kostenpflichtiges Abo dahinter. Vielmehr scheinen die Clubhouse Founder ihre App nur bestimmten Nutzern zur Verfügung stellen zu wollen. Ohne direkte Einladung eines bereits registrierten Users, kann man sich nicht registrieren. Und auch diese sind limitiert – jeder Nutzer hat zu Beginn lediglich 2 Einladungen zu vergeben. Außerdem schließt die App aktuell alle Android Nutzer aus, da es die App in Deutschland zunächst nur für Apple-Nutzer zum Download gibt.

Mit Joko und Carsten Maschmeyer quatschen!

Selbstverständlich haben die Größen aus TV und Internet den Weg zur App gefunden und schnell gab es interessante und unterhaltsame Gesprächsrunden. Carsten Maschmeyer gewährte Einblicke in #DHDL und stellte sich der ein oder anderen Frage aus dem „Publikum“. Auch Joko Winterscheidt unterhielt sich mit Kollegen aus der TV-Welt über die Hintergründe seiner Shows und bewertete zu dem Live seine neue Sendung „Wer klaut mir die Show?“. Das Interesse scheint tatsächlich nicht unwesentlich zu sein, da dieser Raum schnell die Maximalgrenze von 5000 Zuhörern erreichte. Zusammen mit seinem „AWFNR“-Komplizen Paul Ripke und weiteren Stars und Sternchen philosophiert Joko über Produktion, Gäste und Planung der Show. Alles in allem – Interessante Insights für Neugierige und Marketingkampagne für Joko und ProSieben. Win-Win Situation mag man meinen..

Aria Nejati und Xatar über Deutschrap & Business

Deutschrap & Business mit Aria Nejati und Xatar – definitiv einer meiner bisherigen Highlights auf Clubhouse. Der Hip-Hop Journalist und Apple-Music Moderator Aria Nejati sprach mit dem Hip-Hop Mogul und Geschäftsmann Xatar (Giwar Hajabi) über die Möglichkeiten und Entwicklungen Kooperationspotenzialen von Brands mit Hip-Hop Künstlern. Xatar erläuterte ganz simpel – mit viel Reden – wie Er es schaffte aus einem Internet-Meme eine Franchise-Kette zu entwickeln und Foodprodukte in die regale diverser LEH Player zu platzieren. Ohne die Zuhörer zwanghaft mit Businessvokabular zu überschwemmen, sorgten die gezielten Fragen des Moderators Nejati sowohl für Unterhaltung als auch für inhaltlichen Input. Marketeers, Gründer und Hip-Hop Interessierte konnten sich ein ungefiltertes Bild vom Business im Deutschrap machen. Authentisch und real – wie Hip-Hop nunmal sein sollte.

Kritik wird laut

Neben der Möglichkeit sich seinen „Idolen“ aus Wirtschaft, Politik oder Entertainment auszutauschen gebe die Plattform auch Raum – im wahrsten Sinne – für Rassismus. Nutzer beklagen, dass Räume mit Inhalten, die rechtsorientierte Tendenzen aufzeigen, zugelassen und gar geförderten werden. Persönlichkeiten, die von anderen Plattformen wie Twitter oder Instagram bereits aufgrund ihrer Inhalte gemeldet und ausgeschlossen wurden, bekämen auf Clubhouse die Möglichkeit sich neu zu formieren. Außerdem sei die App für Nutzer mit Gehörbeeinträchtigung gar nicht nutzbar und biete keinerlei Alternative zu den Audios, wie z.B. Transkriptionen. Auch der Umgang mit Datenschutz sei zumindest fragwürdig und noch nicht klar erkennbar.

Mein Zwischenfazit

Ich schau mir die Entwicklung weiterhin an und muss gestehen, dass ich mich von dem Einen oder Anderen Raum fesseln lasse. Es macht Spaß sich zu vernetzen und ich habe definitiv klare Erkenntnisse zu Themen wie Startup, Venture Capital und Gründung mitnehmen können. Viele Unternehmer nutzen Clubhouse auch als weiteren „Funnel“ für ihre Dienstleitungen und Produkte, was absolut nicht verwerflich ist. Noch hat es für mich den Charakter eines Marketingtools, es wird also spannend wie sich die App auch in nicht „Business-motivierten“ Kreisen entwickelt. An dieser Stelle danke ich Ralf Rottmann für die Einladung und für jeglichen Input. Es bleibt spannend zu beobachten wie und ob sich die App etablieren wird. Ich werde das Ganze verfolgen und euch berichten.

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